Schadenfrohes Gegacker

Artikel vom 25.02.2021

Eine Frau hatte einen Hühnerhof, auf dem sich die Tiere frei bewegen konnten.
Eines Tages wollte sie ein Huhn holen, das im Auslauf war.
Sie bekam es nicht gleich und es begann eine wilde Verfolgungsjagt.
Das Tier rannte schließlich auf den Teich im Garten und seinem schlammigen
Ufer zu. Kurz vor dem Wasser aber schlug das Huhn einen perfekten Haken
nach links. Ihre Verfolgerin konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, rutschte
aus und fiel der Länge nach ins Wasser.
Was aber tat das Huhn: Es brachte sich nicht etwa in Sicherheit
und rannte davon. Nein, es blieb stehen, drehte sich um und fing an zu gackern.
Und es hörte sich an als ob es sich kaputtlachen wollte.

Bild von einem Huhn


Barmherzigkeit - Schnecke am Weg

Artikel vom 29.12.2020

„Schnecke am Wege, ach, wie so träge, wie ruhig du bist!

Nun sag mal ehrlich: Weißt du, wie gefährlich dein Wanderweg ist?“                                    

Wenn ich’s recht erwäge und mir überlege, so stockt mir mein Sinn:

Weiß ich denn ehrlich, wie sehr gefährlich ich wandre dahin? –

Adolf Pfleiderer

 

„Seid barmherzig, wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist.“

(Luk. 6 Vers 36)

Barmherzig sein heißt freundlich sein gegenüber allem, was lebt,

weil alles Leben gefährdet ist und Zuneigung braucht.

Bild einer Schnecke


Bileam

Artikel vom 23.12.2020

Tiere sind auch ein wichtiges Thema in Literatur, Poesie oder der bildenden Kunst. Viele christliche Autorinnen und Autoren schenken den Tieren weit mehr Raum als die Theologie. Man denke allein an die vielen Geschichten um die Tiere an der Krippe von Bethlehem. Aber es gibt auch viele Erlebnisgeschichten. Wir bringen in wechselnder Folge einige Beispiele.

Franz von Assisi:
Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir.
Alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe leiden, sterben wie wir.
Also sind sie uns gleichgestellte Werke
des allmächtigen Schöpfers, unsere Brüder.


Elefantenliebe
Streben nach Glück und fühlen wie wir

In einem Leserbrief in der Zeitung berichtet jemand von einer Reise durch Namibia. Auf dieser Tour beobachtet er folgende Szene an einem Wasserloch.
Ein Elefantenbulle kommt aus dem Busch, um zu trinken.
Nach einer Weile kommt eine Elefantenkuh mit einem sehr kleinen Baby an das gleiche Wasserloch.
Das Baby lief sofort zum dem Bullen und kroch unter ihm hindurch und umschwänzelte seine Beine, was der Bulle ruhig geschehen ließ.
Dann geschah es, dass die Kuh zum Elefantenbullen trat, ganz nahe an ihn heran, Rüssel an Rüssel und sie schmusten eine ganze Weile miteinander.
Dann zogen beide wieder ab in die Richtung, aus der sie gekommen waren.