Barmherzigkeit - Schnecke am Weg

Artikel vom 29.12.2020

„Schnecke am Wege,  

ach, wie so träge,

wie ruhig du bist!

Nun sag mal ehrlich:

Weißt du, wie gefährlich

dein Wanderweg ist?“                                    

Wenn ich’s recht erwäge

und mir überlege,

so stockt mir mein Sinn:

Weiß ich denn ehrlich,

wie sehr gefährlich

ich wandre dahin? –

Adolf Pfleiderer

 

„Seid barmherzig, wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist.“

(Luk. 6 Vers 36)

Barmherzig sein heißt freundlich sein gegenüber allem, was lebt,

weil alles Leben gefährdet ist und Zuneigung braucht.


Bileam

Artikel vom 23.12.2020

Tiere sind auch ein wichtiges Thema in Literatur, Poesie oder der bildenden Kunst. Viele christliche Autorinnen und Autoren schenken den Tieren weit mehr Raum als die Theologie. Man denke allein an die vielen Geschichten um die Tiere an der Krippe von Bethlehem. Aber es gibt auch viele Erlebnisgeschichten. Wir bringen in wechselnder Folge einige Beispiele.

Franz von Assisi:
Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir.
Alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe leiden, sterben wie wir.
Also sind sie uns gleichgestellte Werke
des allmächtigen Schöpfers, unsere Brüder.


Elefantenliebe
Streben nach Glück und fühlen wie wir

In einem Leserbrief in der Zeitung berichtet jemand von einer Reise durch Namibia. Auf dieser Tour beobachtet er folgende Szene an einem Wasserloch.
Ein Elefantenbulle kommt aus dem Busch, um zu trinken.
Nach einer Weile kommt eine Elefantenkuh mit einem sehr kleinen Baby an das gleiche Wasserloch.
Das Baby lief sofort zum dem Bullen und kroch unter ihm hindurch und umschwänzelte seine Beine, was der Bulle ruhig geschehen ließ.
Dann geschah es, dass die Kuh zum Elefantenbullen trat, ganz nahe an ihn heran, Rüssel an Rüssel und sie schmusten eine ganze Weile miteinander.
Dann zogen beide wieder ab in die Richtung, aus der sie gekommen waren.