Wir erinnern uns

Cuthbert (620–687) Bischof von Lindisfarne (Nordengland), im Deutschen als Gisbert bekannt.

Die Angelikanische Kirche verehrt am 4. September den Heiligen Cuthbert von Lindisfarne. (620-687) Bei uns ist er weniger bekannt. Er wurde um 635 in der Nähe von Dunbar an der Südostküste Schottlands geboren sein. Er trat 651 in das Benediktinerkloster von Melrose ein und wurde von iroschottischen Mönchen erzogen. Er übte in seiner geistlichen Laufbahn hohe Ämter aus: Prior von Lindesfarne 664 bis 675, dann Bischof von Hexham und Lindesfarne von 684 bis 687.

676 zog er sich aus dem Kloster auf eine der unbewohnten Farne-Inseln, südöstlich von Lindesfanre zurück. Dort errichtete er ein Grubenhaus als Einsiedler und ein weiteres Gebäude als Gästehaus. Der Ruf seiner Heiligkeit verbreitete sich in Northumbria und lockte zunehmend Pilger auf die Insel.. Daher legte er Regeln für den Umgang der Pilger mit den Eiderenten und anderen hier nistenden Seevögeln fest. Damit hat er das wohl erste Naturschutzgesetz der Geschichte geschaffen. Ihm zu Ehren wird die Eiderente auch St.–Cuthberg-Ente (im Englischen Cuddy Duck) genannt. (Wikipedia)

Er wird verehrt für seine Tierliebe. Er lebte zeitweise als Einsiedler auf der kleinen Insel Farna an der Ostküste Englands. Viele Menschen pilgerten dorthin, um ihn um Rat zu fragen. Da musste er sie immer wieder ermahnen, die Robben nicht zu stören, die sich dort auf den Sandbänken sonnten. Er war der Meinung: Wer Gott liebt und seinen Nächsten wie sich selbst, der hat noch so viel Liebe übrig, dass sie auch für alle Kreaturen auf der Welt ausreicht. Und so wird von ihm erzählt, dass ein paar Enten sich zuweilen an seinen Tisch setzten und mit aßen, ja dass sie sogar ihre Nester unter sein Bett bauten. (Aus einer Kleinschrift auf der Insel Farna. 2013)